Chorfahrt Dresden
Kirchenchorausflug 2006 nach Dresden

Der diesjährige Ausflug führte unseren Chor in die Elbmetropole Dresden. Das Sektfrühstück bei der ersten Rast ließ den Stimmungspegel im Bus ansteigen, sodass die lange Fahrt recht kurzweilig war. Den Abstecher ins Erzgebirge nach Seiffen, in die Stadt der Holzkunst, nutzten manche zum Einkauf und viele zu einer Pause bei Kaffee und Kuchen.
Weiter ging es Richtung Dresden. Bevor wir das Hotel erreichten, konnten wir schon erste Eindrücke Dresdens sammeln. Neben der markanten Kuppel der Kunstakademie ließ auch der Blick auf die Kuppel der wieder erbauten Frauenkirche die Spannung auf die Stadtrundfahrt am nächsten Tag wachsen. Diese sollte ein ganz besonderes Erlebnis werden. Die Wahl unserer Reisebegleiterin war ein Glücksfall. Ihr Wissen über die Geschichte Dresdens wußte sie mit Witz unterhaltsam vorzutragen.
Wir fuhren vom Westen, der heute wie früher bevorzugten Wohngegend in die Stadt, vorbei an Villen, deren Bewohner auf die wunderbare Elblandschaft blicken können. Teils noch verfallen, viele renoviert, ließen sie die Pracht der vergangenen Zeit erahnen. Die Augustusbrücke führte uns über die Elbe, um zunächst die Semperoper zu bestaunen. Die nach dem Baumeister Gottfried Semper benannte Oper wurde 1841 eröffnet. Nach einem Brand und nach der wiederholten, diesmal kriegsbedingten Zerstörung, wurde die Oper unter großer Mitwirkung der Dresdner wieder aufgebaut. Am Zwinger vorbei, führte uns der Weg zur Frauenkirche, deren Wiederaufbau 2004 abgeschlossen wurde. Das monumentale Bauwerk ist mit seiner barocken Innenausstattung ein Symbol für die Versöhnung der Völker. Das Grüne Gewölbe, die Schatzkammer Augustus des Starken, bildete den Abschluß der Führung. Zum Ausklang des Tages genossen wir die Abendstimmung der Stadt auf den Brühlschen Terrassen oder in einem der zahlreichen gemütlichen Lokalitäten rund um die Frauenkirche.
Das Ziel des dritten Tages war die Sächsische Oberlausitz, wo wir ein 750 Jahre altes Zisterzienserkloster besuchten. Das Kloster St. Marienstern ist eines der beiden dieser Art zwischen Oder und Elbe, das bis heute ohne Unterbrechung besteht. Weiter südlich im Elbsandsteingebirge, der sogenannten Sächsischen Schweiz, erwartete uns an der Bastei ein herrlicher Blick auf bizarr aufragende Felsen und in das schöne Elbtal. Bevor wir am Sonntag die Rückfahrt antraten, durften wir in einer Dresdner Pfarrgemeinde einen lebendigen Gottesdienst mitfeiern, der den Spannungsbogen schloss, welcher am Donnerstag begann.
Beim Start in Neuthard hörten wir nämlich beim Reisesegen einen Abschnitt aus dem Buch Tobit, mit dem sich die dortige Gemeinde eine ganze Woche beschäftigt hatte. So kamen wir, gestärkt mit diesem Segen, wieder wohlbehalten in Neuthard an. Ein Lob und Dank an unseren Helmut, der mit gewohnt guter, sorgfältiger Organisation diese Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ.

